
(dpa/bsk-pr) Marianne Buggenhagen hat wieder zugeschlagen: Die Grand Dame des deutschen Behindertensports hat am vierten Wettkampftag der IPC Weltmeisterschaften der Leichtathleten im neuseeländischen Christchurch im Diskuswerfen ihren insgesamt 19. WM-Titel erkämpft.
Die 57-jährige querschnittsgelähmte Rollstuhlathletin vom SC Berlin setzte beim ersten ihrer drei WM-Einsätze mit Saisonbestleistung von 26,75 Meter vor der Asienrekord erzielenden Chinesin Feixia Ding (25,57) sowie Tatjana Macjen (Slowenien) durch. Die Brandenburgerin Martina Willing wurde mit 21,38 Meter Vierte. Für die neunmalige Paralympics-Siegerin Buggenhagen war es die 50. internationale Medaille ihrer außergewöhnlichen sportlichen Karriere.
Für Deutschland bedeuten WM-Vorderränge zugleich erreichte Startplätze für das Paralympics-Team des Deutschen Behindertensport- Verbandes (DBS) für die Spiele 2012 in London. Marianne Buggenhagen wird nun noch als Außenseiterin im Speerwerfen und als Mitfavoritin im Kugelstoßen starten. Allerdings sind durch das erneut veränderte Punktesystem die Titelchancen deutlich geschmälert. Weitere Berliner Medaillen für die sechs Athleten aus der Hauptstadt gewannen nach dem Auftakt-Silber des sehbehinderten Matthias Schröder (PSC/400 m) mit dem erst 19-jährigen Niels Stein (PSC/100 m) und Mehrkämpfer Thomas Ulbricht zwei Athleten des Paralympischen Sportclubs, die jeweils Bronze erkämpften.
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