Berlin (dpa/bsk-um) – Für die Arbeit in Pflegeberufen gibt es mehrere Ausbildungswege. Dazu gehören drei bundesweit einheitlich geregelte Ausbildungen für die Bereiche Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege. Sie dauern in der Regel drei Jahre. Die Lehre zum Altenpfleger besteht aus einem schulischen Teil und Praxisphasen in Pflege-Einrichtungen. Die Ausbildung zum „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“ oder zum „Gesundheits- und Krankenpfleger“ wird an der Berufsfachschule absolviert. Letztere biete den Vorteil, dass sie im europäischen Ausland anerkannt ist, erklärt Johanna Knüppel vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe in Berlin.
Für Hilfskräfte gibt es weitere Ausbildungen, die einen schnelleren Einstieg ermöglichen. „Gesundheits- und Krankenpflegehelfer“ kann man in den meisten Bundesländern innerhalb eines Jahres werden, in Hamburg und Niedersachsen dauert es zwei Jahre. Analog dazu gibt es eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer, die meist ein Jahr und in Hamburg zwei Jahre dauert.
Außerdem werden zahlreiche Kurse und Lehrgänge angeboten, die nicht staatlich geregelt sind. „Das reicht vom Vierwochenkurs bis zum halbjährigen Lehrgang“, erläutert Knüppel. Teilnehmer erhalten nach dem Abschluss in der Regel ein Zertifikat des Anbieters.
Daneben werden Pflegefachkräfte inzwischen auch akademisch ausgebildet. So bieten Hochschulen zum einen duale Studiengänge an, die eine Berufsausbildung mit einem Bachelorstudium verbinden. Und es gibt Studienangebote, die eher wirtschaftlich ausgerichtet sind und das Management von Pflege-Einrichtungen behandeln.
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