
Zum Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung sagt Gerwin Matysiak, stellvertretender Vorsitzender im Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
„Fast 800.000 Menschen mit Behinderung leben in Deutschland. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter vertritt die Interessen von Menschen mit Körperbehinderung. Der Weg von der Betreuung bis hin zur uneingeschränkten Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben ist lange und steinig. Dieses Ziel haben wir bislang nicht erreicht. Es gibt in Deutschland noch immer Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung benachteiligt werden. Durch die UN-Behindertenrechtskonvention haben wir jetzt eine gesetzliche Grundlage gegen Diskriminierung und Benachteiligung. Inklusion ist der nächste Schritt auf diesem Weg. Das bedeutet, dass Menschen mit Behinderung als gleichwertiger Teil mitten in der Gesellschaft leben. Der Paradigmenwechsel vom Fürsorgeempfänger zum selbständigen Mitglied der Gesellschaft ist in vollem Gang. Unser Verband wird diesen Prozeß auch weiterhin begleiten um Barrieren und Vorurteile in den Köpfen der nichtbehinderten Öffentlichkeit abzubauen“.
Am Freitag, 3.12. findet beim Deutschen Behindertenrat, Berlin, eine Festveranstaltung zum Thema „Inklusion - Mein Menschenrecht. Die Behindertenrechtskonvention aus der Sicht von Menschen mit Behinderung“ statt. Verena Gotzes, BSK-Vorstandsmitglied, und Maik Nothnagel, Sozialpolitischer Referent des BSK, nehmen an der Veranstaltung teil.
Hintergrund: Weltweit lebt jeder zehnte Mensch mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung. Der 1992 von den Vereinten Nationen ausgerufene Tag der Behinderten soll auf ihre Probleme aufmerksam machen sowie den Einsatz für ihre Rechte und Würde fördern. Der Tag erinnert an die bisher von 147 Staaten unterzeichnete UN-Konvention zur Gleichstellung von Behinderten.
Link-Tipp am 3.12.: SLANG-Radio berichtet zwölf Stunden lang über das Thema Behinderung.
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