Europäischer Workshop

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Europäischer Workshop

„Unglaubliches Erlebnis“

Europäischer Workshop „Reiseassistenz für Menschen mit Behinderung“ in Krautheim

rollitraining

(bsk-ce) Bereits zum zweiten Mal fand der von der EU geförderte Workshop Reiseassistenz des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. in Krautheim statt. Vom 6.bis 14. November konnten 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus England, Lettland, Ungarn und Rumänien sowie aus den verschiedensten Teilen Deutschlands ihre Fähigkeiten als Reiseassistenten für Bürger(innen) mit Behinderung schulen.

Das Spektrum der Erfahrungen mit dem Umgang mit behinderten Menschen reichte bei den Teilnehmern des Workshops von sehr erfahren bis gänzlich unerfahren. Trotz dieser Tatsache und kleinerer Sprachbarrieren wuchs die Gruppe binnen kürzester Zeit zu einer harmonischen Einheit zusammen.

Thomas Porep, Pflegedienstleiter des Eduard Knoll Wohnzentrums in Krautheim, gab den Workshopteilnehmern einen Überblick über die verschiedensten Behinderungsarten und schaffte so eine gemeinsame Grundlage für den von Regina Rudolph gezeigten, behindertengerechten, pflegerischen Umgang. Die Beobachtung und das rechtzeitige Erkennen von Krankheitssymptomen stand ebenso auf dem Plan, wie die richtigen Pflegetechniken. In zahlreichen praktischen Übungen  erlernten die Workshopteilnehmer das richtige Heben, Drehen, Lagern, Stützen, Aufsitzen, Umsitzen, sowie den Umgang mit den entsprechenden Hilfsmitteln. Wie mit Gehörlosen und Schwerhörigen umzugehen ist, zeigte Klaus Waldmann in Theorie und Praxis.

Eine barrierefreien Stadt- und Schlossbesichtigung in Bad Mergentheim zählte wie der „Abend der Nationen“, bei dem die Teilnehmer landestypisches präsentierten, zu den Highlights dieser Woche. Ob Witze, Filme oder Volkslieder, die Beiträge kamen bei den Zuschauern, unter diese sich auch zahlreiche Bewohner des Eduard-Knoll-Wohnzentrums mischten, bestens an.

Mit besonderer Spannung wurde die Podiumsdiskussion mit der Europaabgeordneten Dr. Inge Gräßle und BSK-Vorstandsmitglied und Reiseexperte Bernhard Endres erwartet. Moderiert von BSK-Pressesprecher Peter Reichert entwickelte sich eine lebendige Diskussion zu den Themen „barrierefreies Reisen in Europa“ und „ehrenamtliches Engagement.

Besondere Anforderungen stellte Hans-Joachim Strohbach an die Reiseassistenten. Wer noch nie in einem Rollstuhl saß, musste mit Erstaunen feststellen, welch überraschend hoher Kraftaufwand und immenses Geschick nötig sind um selbst niedrigste Rampen oder Bordsteinkanten zu überwinden. Umso wichtiger ist, dass der Assistent weiß wie er dem Rollstuhlfahrer beim Überwinden solcher Hindernisse behilflich sein kann.

Auf die Frage was ihr der Workshop gebracht habe antwortete eine Teilnehmerin: „Ich habe viele wichtige Erfahrungen gesammelt und verstehe die Zusammenhänge jetzt viel besser.“ Eine andere Teilnehmerin bezeichnete den Workshop als „unglaubliches Erlebnis“ und wünscht sich, „dass noch viele Menschen diesen Workshop besuchen dürfen“.

Auch nächstes Jahr findet vom 5. bis 13. November wieder ein Reiseassistenten-Workshop statt.

Der Workshop wurde gefördert durch diese Projekte:

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