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Sportvereine sollen mehr für Behinderte tun

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(dpa/bsk-pr) - Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, hat die Sportvereine aufgefordert, ihre Angebote für Behinderte zu erweitern. «Die Angebote sind zu sehr auf Leistung ausgerichtet oder auf Rehabilitation, weniger auf Mitmachen», sagte Hüppe der Nachrichtenagentur dpa. Zudem sei es nötig, dass Behinderte die Möglichkeit erhielten, mit Nicht- Behinderten gemeinsam Sport zu treiben, sagte er bei einem Symposium am Montag in Leverkusen.

Hintergrund dieses Symposiums ist die Behindertenrechtskonvention (BRK) der Vereinten Nationen, die seit März 2009 in Deutschland verbindlich gültig ist. Sie fordert, dass Menschen mit Behinderung an sämtlichen gesellschaftlichen Teilbereichen unabhängig und selbstbestimmt teilhaben können - auch im Sport.

«Wir hoffen, durch den Kongress im Sport Aufmerksamkeit für die BRK zu erzeugen», sagte Mitorganisator Florian Kiuppis vom Berliner Institut für christliche Ethik und Politik (ICEP). Die Teilnehmer sollten Visionen entwickeln, wie die Konvention im Sport umgesetzt werden könne. Der UN-Sonderberater für Sport, Willi Lemke, forderte, dass bei der Wahl des Sportlers des Jahres nicht mehr zwischen Sportlern mit und ohne Behinderung unterschieden werden solle. In Zukunft dürfe es nur noch eine Kategorie geben. Er schlug vor, ein verpflichtendes soziales Jahr für Abiturienten einzuführen, in dem sie in Einrichtungen für behinderte Menschen arbeiten.