
(dpa/bsk-pr) Das Netz der barrierefreien Beobachtungstürme im Müritz-Nationalpark wird immer engmaschiger. Nach mehrmonatiger Bauzeit steht Naturfreunden jetzt ein neuer, auch für Behinderte problemlos erreichbarer Beobachtungsstand bei Carpin (Mecklenburg-Strelitz) zur Verfügung, sagte ein Sprecher des Nationalparkamtes am Freitag. Das rund 15 000 Euro teure Bauwerk sei der zweite neue Beobachtungsstand im Teilgebiet «Serrahn» östlich von Neustrelitz, dessen uralte Buchenwälder der UNESCO als «Weltnaturerbe» vorgeschlagen wurden. Insgesamt verfügt der Nationalpark damit über 25 Stände zur Wildbeobachtung, die meisten im zweiten großen Teilgebiet, dem «Ostufer der Müritz».
Von der neuen Aussichtsplattform unweit des Jugendwaldheimes Steinmühle an einer Wildwiese können vor allem in den Morgen- und Abendstunden unter anderem Rehe, Damhirsche und Damwildrudel beobachtet werden. Die wald- und seenreiche, 31 000 Hektar große Nationalparkregion gilt als Rückzugsgebiet für zahlreiche bedrohte
Tier- und Pflanzenarten in Mitteleuropa, wie See- und Fischadler, Kraniche und Fischotter. Ornithologen schätzen die Artenvielfalt bei Singvögeln an den vielen Seen.
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