Stärkung der Teilhabechancen

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Stärkung der Teilhabechancen

Behindertenbeauftragter im Bundeskanzleramt

Hubert Hüppe fordert Stärkung der Teilhabechancen behinderter Menschen

(bb-hh/bsk-pr) Die UN-Behindertenrechtskonvention und der bevorstehende Aktionsplan der Bundesregierung bildeten den Schwerpunkt eines Gesprächs zwischen Bundeskanzlerin  Dr. Angela Merkel und dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Hubert Hüppe im Bundeskanzleramt. Hubert Hüppe  verdeutlichte seine Forderung nach konkreten Zielen und Zeiträumen im Aktionsplan.

Der Beauftragte wies auf bürokratische Hürden hin, die viele Menschen mit Behinderungen zu überwinden haben, um notwendige Leistungen zu erhalten. "Die  derzeitigen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, wie die Gemeinsamen Servicestellen, funktionieren häufig nur ungenügend", betonte Hubert Hüppe im  Gespräch.

Außerdem fehlten behinderten Menschen oft Wahlmöglichkeiten für mehr Teilhabe mitten in der Gesellschaft, etwa in den Bereichen berufliche Bildung und  Beschäftigung, so Hubert Hüppe. Bestehende Anbieter hielten zu wenige Plätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes vor. Hier sei auch zu überlegen,  wie das Persönliche Budget gestärkt werden könne, hob der Beauftragte gegenüber der Bundeskanzlerin hervor.

Ein weiteres wichtiges Anliegen sei ein würdiges Gedenken an die behinderten und psychisch erkrankten Opfer der Nationalsozialisten, die im sogenannten  "T4-Programm" zwangssterilisiert und ermordet wurden, betonte Hubert Hüppe und verwies auf Forderungen nach einer nationalen Informations- und  Dokumentationsstätte, die er seit Jahren unterstütze.