Düsseldorf (dpa/bsk-um) - Für alte und behinderte Menschen gibt es Experten zufolge zu wenige geeignete Wohnungen. Um den Bedarf zu decken, müssten 2,5 Millionen Wohnungen bis zum Jahr 2013 neu- oder umgebaut werden, sagte der Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, Joachim Schäfer, am Dienstag vor Beginn der Branchenschau Rehacare.
Investitionen von 39 Milliarden Euro seien dazu nötig, sagte er mit Hinweis auf eine Studie des Kuratoriums Deutsche Altershilfe für das Bundesbauministerium. Bisher seien nur fünf Prozent der von Senioren genutzten Wohnungen barrierefrei.
Altersgerechtes Wohnen ist ein Thema der an diesem Mittwoch beginnenden viertägigen Rehacare. 801 Aussteller zeigen in sechs Messehallen neue Hilfsmittel für Pflegebedürftige oder stellen Ideen für Freizeit, Reisen und Sport vor. Unter anderem sind in diesem Jahr die Autohersteller Audi, Daimler und Volkswagen auf der Rehacare vertreten.Sie präsentieren spezielle Modelle für Alte und Behinderte. Zum Thema Wohnen präsentiert das Duisburger inHaus-Zentrum der Fraunhofer-Gesellschaft ein System, das Pflegebedürftigen ermöglichen soll, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben.
Der Markt für Rehabilitation und Pflege wird nach Einschätzung der Messeveranstalter weiter an Bedeutung gewinnen, weil die Zahl der alten Menschen immer weiter ansteigt. Die führenden Hilfsmittelhersteller hätten ihre Umsätze in Deutschland im vergangenen Jahr um drei Prozent gesteigert, die Exportumsätze seien um zwölf Prozent geklettert. Den Gesamtumsatz der Branche bezifferte Schäfer für 2009 auf 2,2 Milliarden Euro.
(Internet:www.rehacare.de)
Anmerkung der Redaktion: Der Stand des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) befindet sich in Halle 3 – G 06/I 15
© BSK e.V. 2007-2012 | W3C XHTML 1.0 | W3C CSS 2.0 | W3C WAI-AAA |