(bsk-iwi/um) Die heute vom Bundeskabinett verabschiedete „Gesundheitsreform“ stösst auf massive Kritik des BSK. Dazu erklärte die stellvertretende Bundesvorsitzende des BSK, Irmgard Winkler: „Wir kritisieren diese unsozialen Regierungspläne auf das schärfste und bekräftigen die Forderungen der Betroffenen- und Wohlfahrtsverbände nach Einführung einer Bürgerversicherung als eine Möglichkeit, unser Gesundheitssystem zu stabilisieren und jedem Menschen die medizinische Versorgung zu garantieren, die er braucht.
Die Einführung der Zusatzbeiträge ohne Obergrenze beweise, dass die Bundesregierung strukturelle Reformen im Gesundheitswesen scheue. "Es ist eine Schande", sagte Irmgard Winkler weiter, "wie gesunde, besser- oder gutverdienende Menschen ermutigt werden, von der Solidargemeinschaft in die Private Krankenversicherung zu wechseln." Damit würden chronisch kranke und behinderte Menschen erneut benachteiligt und den Gesetzlichen Krankenkassen drohten Verluste in Milliardenhöhe.
Die vom Bundeskabinett verabschiedeten "Gesundheitsreform" bedarf noch der Zustimmung des Bundestags.
© BSK e.V. 2007-2012 | W3C XHTML 1.0 | W3C CSS 2.0 | W3C WAI-AAA |