Elke-Bartz-Preis

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Elke-Bartz-Preis

Elke-Bartz-Preis für Dr. Ilja Seifert

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(Kobinet/bsk-pr) Heute vor zwei Jahren starb im Mulfinger Teilort Hollenbach die ForseA-Vorsitzende Elke Bartz. Sie gründete 1997 den Verein Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) e.V. Um die Menschen zu ehren, die dazu beitragen, ihr Lebenswerk zu vollenden, gleichzeitig die Lebensleistung von Elke Bartz im Bewusstsein zu bewahren, hat ForseA den Elke-Bartz-Preis ins Leben gerufen. Dies teilte der Verein in einer Pressemitteilung mit.

Als ersten Preisträger fiel die Wahl auf den Bundestagsabgeordneten Dr. Ilja Seifert. Dieser ist nach einem Badeunfall im Jahr 1967 mit einer Querschnittslähmung auf einen Rollstuhl angewiesen. Sein parlamentarischer Werdegang startete vor der Wiedervereinigung mit einem halben Jahr als Mitglied der frei gewählten Volkskammer der DDR. Danach war er bis zur Wahl im Jahr 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages und kehrte nach der Wahl 1998 wieder dorthin zurück. Er ist oftmals der einzige Abgeordnete, der Behindertenthemen in das Parlament einbringt, ohne die Interessen der Wohlfahrtsorganisationen in den Vordergrund zu stellen, stellt ForseA fest. Dies stellte er eindrucksvoll unter Beweis, als es ihm gelang, das Gesetz zur Assistenz im Krankenhaus an der parlamentarischen Oberfläche zu halten und es immer wieder aus den Schubladen zu holen. Bekanntlich macht der Pflegenotstand behinderten Menschen im Krankenhaus besonders zu schaffen. Leiden schon nichtbehinderte Menschen unter dem Personalmangel in den Kliniken, kann es für behinderte Menschen laut ForseA gar lebensgefährlich werden. Sogar Todesfälle wären bekannt.

Dr. Ilja Seifert erhielt die Nachricht von der Preisverleihung in der Ukraine. In einer E-Mail meldete er sich heute vormittag:

"Die Nachricht von der Verleihung des Elke-Bartz-Preises erreichte mich in Odessa/Ukraine, wo gerade eine internationale Konferenz von Behindertenorganisationen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu Ende geht.

Ein Preis, der den Namen von Elke Bartz trägt, ist fast das Höchste, was die emanzipatorische Behindertenbewegung in Deutschland derzeit vergeben kann. Dass ForseA mich für würdig erachtet, erster Träger dieser Auszeichnung zu sein, erfüllt mich mit Stolz. Mein Team und ich werden alles daran setzen, die Erwartung an zukünftiges Engagement, das mit der Verleihung dieses Preises verbunden ist, zu erfüllen. Ilja Seifert"