Seifert kommt

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Seifert kommt

Dr. Ilja Seifert am 20. August in Heilbronn

dr ilja seifert

(fv/bsk-pr) Dr. Ilja Seifert, behindertenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, referiert im Heilbronner Gewerkschaftshaus zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Schwerpunkt seiner Betrachtung wird die betriebliche Umsetzung der Konvention sein. Dazu gibt es Möglichkeiten zur Diskussion mit dem Bundestagsabgeordneten. Wie ist die Situation in der Region Heilbronn-Franken?

 „Die Behindertenrechtskonvention ist schon seit über einem Jahr in Deutschland in Kraft. Die Bundesregierung hätte längst damit beginnen können, sie umzusetzen, beispielsweise mit der Bewusstseinsbildung. Vorbehalte bestehen doch auf beiden Seiten: bei Menschen mit und ohne Behinderungen. Das sind Barrieren in den Köpfen, die wir ernst nehmen.

Während für viele Maßnahmen ein langfristiges Umsetzungskonzept erforderlich ist, könnten verschiedene Punkte schon längst in Angriff genommen worden sein: ein inklusives Bildungssystem für alle Lebensphasen, Stopp der Schaffung neuer Barrieren sowie einkommens- und vermögensunabhängige Teilhabesicherung.

Der Aktionsplan muss der Wirklichkeit mit ihren vielfältigen Problemlagen gerecht werden. Die Bundesregierung muss ihre Verantwortung für die Herstellung von gleichberechtigten Teilhabechancen wahrnehmen. Planen ersetzt nicht Handeln. Es geht um das Ermöglichen von Teilhabe und Persönlichkeitsentfaltung, nicht um das Kompensieren vermeintlicher Defizite.

Berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wäre eine von vielen Maßnahmen auf dem Weg zur vollen Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen. Die UN-Konvention gibt das Ziel vor. Wir haben noch lange Strecken zurückzulegen.“ Ilja Seifert