Brandenburg
(dpa/bsk-pr) Brandenburgs Arbeits- und Sozialminister Günter Baaske (SPD) setzt sich für stärkere Integration von Behinderten in den Alltag und die Arbeitswelt ein. Dafür soll das Behindertengleichstellungsgesetzes des Landes bis zum Sommer 2011 erneuert und ein Maßnahmepaket geschnürt werden. Um sich selbst ein besseres Bild von den Bedürfnissen der Betroffenen machen zu können, arbeitet der Minister eine Woche in einem entsprechenden Betrieb.
Gemeinsam mit den Beschäftigten der Werkstätten Belzig pflegt er eine Woche die Grünanlagen der Burg Eisenhardt in Belzig (Potsdam- Mittelmark). «Wir müssen die Menschen gleichberechtigt teilhaben lassen», betonte er am Mittwoch.
In Brandenburg leben laut Sozialministerium rund 220 000 Schwerbehinderte. Etwa 10 250 Menschen mit geistigen, schwersten körperlichen oder seelischen Behinderungen können in einer der landesweit 28 anerkannten Werkstätten arbeiten. In der Einrichtung in Belzig vom Landesausschuss für Innere Mission (LafiM) sind 155 Menschen beschäftigt. Sie arbeiten unter anderem in einer Wäscherei, bauen Paletten und Gartenmöbel oder sind in der Garten- und Landschaftspflege tätig. Sie erhalten eine Grundsicherung nach Sozialgesetzbuch und für ihre Arbeit einen Zusatzverdienst, der durchschnittlich etwa 250 Euro pro Monat beträgt.
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