München (dpa/bsk-um) - Die Landtags-SPD kritisiert hohe Hürden und Barrieren für körperbehinderte Studenten an Bayerns Hochschulen. SPD-Hochschulexpertin Isabell Zacharias monierte am Montag fehlende Rampen, defekte Aufzüge und bürokratische Schwierigkeiten.
«Ein Abiturient mit Behinderung kann nicht an allen Universitäten das studieren, was er möchte», kritisierte Zacharias. Eine Wahlfreiheit gebe es hier nicht: «In viele Gebäude kommt er nicht rein, wenn doch, dann kann er aber nicht an Vorlesungen teilnehmen, weil die räumlichen Bedingungen unterirdisch sind.»
Die SPD-Fraktion im Landtag fordert mehr Geld für die Studentenwerke, damit diese sich aus einer Hand auch um die Belange von Studierenden mit Behinderung kümmern können. Eine Vielzahl von Behördengängen - etwa für den Antrag auf Eingliederungshilfe – stellten weitere Hürden dar und schreckten sie mitunter auch vor der Aufnahme eines Studiums ab, bemängelte Zacharias.
«Wer nicht durch die Tür kommt, kommt auch nicht bis zum Abschluss», sagte der mehrfach körperlich behinderte LMU-Lehrbeauftragte, Klaus Birnstiel, am Montag in München. Während seines sechsjährigen Studiums an der Uni München sei der 27-Jährige Rollstuhlfahrer oft auf die Mithilfe der Studierenden und Dozenten angewiesen gewesen. «Die Universitäten haben keinen Plan, wie sie mit Behinderten umgehen sollen.»
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