Münster (dpa/bsk-um) - Menschen mit Behinderung erhalten in Deutschland nach Expertenansicht häufig nur in ihrer Kindheit eine angemessene medizinische Versorgung. Später fielen sie in ein «großes schwarzes Loch», kritisierte der Mediziner Hermann Jungnickel in Münster laut einer Mitteilung der Caritas vom Mittwoch.
Jungnickel ist Vize-Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft «Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung». Er forderte auch für Erwachsene ein System, das den medizinischen Zentren für Kinder
vergleichbar ist. Außerdem müssten die speziellen Ausprägungen von Krankheiten bei behinderten Menschen und ihre Bedürfnisse in den Weiterbildungskatalog für Haus- und Fachärzte aufgenommen werden.
© BSK e.V. 2007-2010 | W3C XHTML 1.0 | W3C CSS 2.0 | W3C WAI-AAA |