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Merkel fordert mehr Arbeitsplätze für behinderte Menschen

(dpa/bsk-pr) Kanzlerin Angela Merkel hat die Wirtschaft aufgefordert, mehr Arbeitsplätze für Behinderte bereitzustellen. Die Wirtschaft solle Angebote machen, Arbeitsplätze anbieten und sichern, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag nach einem Besuch der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld. Integration sei auch das zentrale Anliegen der EU-Behindertenrechtskonvention. Diese sei zwar ratifiziert, müsse aber in vielen Bereichen noch mit Leben gefüllt werden.

Bethel-Vorstandschef Ulrich Pohl bat Merkel um eine rasche Lösung für die Zivildienstleistenden, die nach der geplanten Verkürzung von neun auf sechs Monate ihre Dienstzeit freiwillig verlängern wollen.

Von den rund 120 Zivildienstleistenden in Bethel würden dies rund zwei Drittel tun. Man sei auf einem guten Weg, dafür eine Lösung zu finden, sagte Merkel.

Die Unterstützung für die Wohlfahrtsverbände sei in den vergangenen Jahren nicht zusammengekürzt worden, betonte die Kanzlerin. «Ich sage Ihnen zu, dass wir alles daran setzen werden, dass wir gerade diese Arbeit hier auf einer tragfähigen Grundlage lassen.»        

Bundesweit gibt es nach Angaben der Stiftungen rund 715 anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit insgesamt 275 000 Plätzen. In den Bielefelder Bethel-Werkstätten arbeiten rund 2100 behinderte Menschen. Mit insgesamt 15 000 Beschäftigten ist Bethel die größte diakonische Einrichtung Europas.