(dpa/bsk-pr) Nach den erfolgreichen Paralympics von Vancouver und Whistler haben die Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) Übereinstimmung bei der künftigen Förderung des Behindertensports erzielt. Ungeklärt blieb jedoch die Höhe der Prämien. Für einen Olympiasieg schüttete die Sporthilfe bei den Winterspielen in Kanada 15 000 Euro aus. Ein Paralympics-Gewinner bekam 4500 Euro.
«Das ist ein Unterschied, den wir als ungerecht empfinden. Das Verhältnis passt nicht», hatte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher vor den Paralympics noch geäußert. Jetzt würdigte der frühere Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag die Aktivitäten: «Die Sporthilfe ist seit vielen Jahren einer der großen Unterstützer des Behindertensports», sagte er am Dienstag nach einem Gipfelgespräch beider Organisationen in Frankfurt am Main.
«Der DBS hat einen moderate Erhöhung beantragt, dem haben wir nicht stattgegeben. Wir haben vereinbart, dass wir vor den nächsten Paralympics noch einmal drüber reden werden», sagte der Sporthilfe- Vorstandsvorsitzende Michael Ilgner der Deutschen Presse-Agentur.
Ilgner verwies darauf, «dass die Behindertensportler auf Augenhöhe mit den anderen Sportlern gefördert werden. Das war den Beteiligten vielleicht nicht ganz klar. Es geht um das Gesamtkonzept. So werden die Behindertensportler beispielsweise in der Paralympics- Vorbereitung und bei Materialfragen stärker gefördert».
«Wir versprechen uns durch die exzellente Arbeit der Sporthilfe auch für die Zukunft eine nachhaltige Förderung unserer Athleten», ergänzte Beucher. Deutschlands Behindertensportler hatten bei den Paralympics in Vancouver mit 13 Gold-, fünf Silber- und sechs Bronzemedaillen vor Russland (12-16-10) die Länderwertung für sich entschieden.
«Sporthilfe und DBS wollen weiter gemeinsam daran arbeiten, den Behindertensport fest in der Öffentlichkeit zu verankern und das in Vancouver erzeugte positive Image für eine stärkere finanzielle Förderung seitens der Wirtschaft nachhaltig zu nutzen», sagte Werner E. Klatten, Vorsitzender des Sporthilfe-Aufsichtsrats.
Ilgner ergänzte, dass die Förderung durch die Sporthilfe für die Paralympics-Sportler in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht worden sei und sich der Förderung des olympischen Bereichs weitgehend angeglichen habe.
© BSK e.V. 2007-2010 | W3C XHTML 1.0 | W3C CSS 2.0 | W3C WAI-AAA |