(dpa/bsk-pr) Ein Schwerbehindertenausweis kann rheumakranken Kindern das Leben erleichtern. Eltern sollten ihn bei entsprechendem Krankheitsverlauf ihres Nachwuchses möglichst frühzeitig beim Versorgungsamt beantragen, rät die Deutsche Rheuma-Liga in Bonn. Die damit verbundenen Vorteile wie steuerliche Vergünstigungen und ein Ausweis zur kostenlosen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel könnten die mit der chronischen Erkrankung verbundenen Belastungen ausgleichen helfen.
Jugendlichen könne der Schwerbehindertenausweis die Suche nach einem Job oder nach einem Ausbildungsplatz erleichtern. Das gelte immer dann, wenn Firmen bei gleicher Qualifikation schwerbehinderte Bewerber bevorzugen, erklärt die Rheuma-Liga. Darüber hinaus erhöhe sich der jährliche Urlaubsanspruch, und gegebenenfalls sinke die tägliche Arbeitszeit.
Fürchten Arbeitnehmer dagegen Nachteile, müssten sie die Schwerbehinderung nicht zwingend dem Arbeitgeber mitteilen. Wer die mit dem Ausweis verbundenen Vergünstigungen im Job nicht in Anspruch nehmen möchte, müsse die Schwerbehinderung nicht in jedem Fall angeben, so die Rheuma-Liga. Beeinträchtigt die Behinderung jedoch die Leistungsfähigkeit oder die Berufsausübung, ist der Arbeitgeber zu informieren.
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