
(dpa/bb) Marianne Buggenhagen (SC Berlin) kann nicht genug bekommen von Leistungssport. Nachdem die 56-jährige querschnittsgelähmte Rollstuhlathletin nach ihrem neunten Paralympics-Gold in Peking den verkündeten Abschied aufgehoben hatte und im Herbst 2009 erfolgreich bei den Weltspielen in Bangalore/Indien gestartet war, kehrt sie nun zielgerichtet in die Arenen zurück. «Ich bereite mich auf die WM im Januar 2011 in Neuseeland vor und stehe bereits wieder im Training. Voraussetzung für meinen Schritt war, dass Trainer Bernd Mädler und mein Mann Jörg mir zugeraten habe und voll mitziehen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Bislang hat Buggenhagen bei internationalen Meisterschaften 49 Medaillen gewonnen, «da reizt es natürlich, die Zahl rund zu machen», sagte sie. Hinzu kommt, dass ein neues Punktesystem zur Anwendung kommen soll, dass die bisherige Benachteiligung ihrer Startklasse gegenüber leichter Behinderten zumindest zum Teil korrigiert. Deshalb startet sie auch wieder im Speerwerfen.
«Mal sehen, wie sich das alles entwickelt. Die nächsten Paralympics sind ja dann auch nicht mehr weit», wollte sie einen Start in London 2012 nicht definitiv ausschließen. Als Konsequenz ihrer Ambitionen ist sie vom Allgemeinen Testpool (ATP) der Nationalen Deutschen Anti-Doping-Agentur NADA bereits wieder in die höchste Kontrollstufe aufgenommen worden.
Am (heutigen) Freitag war Marianne Buggenhagen Ehrengast bei der Einweihung der neuen Mehrzweckhalle des vom Diakonischen Werk Oderland-Spree im brandenburgischen Falkenhagen betriebenen OderlandCamps, die nach ihr benannt werden soll.
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