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UNO rügt Deutschland: Behinderte Kinder im Abseits

(dpa/bsk-pr) - Die Vereinten Nationen werfen Deutschland gewaltige Versäumnisse im Umgang mit behinderten Kindern vor. Der UN- Sonderberichterstatter für Bildungsfragen, Vernor Muñoz Villalobos, prangerte auf einer Fachtagung in Köln an, dass in Deutschland nicht einmal jedes fünfte behinderte Kind gemeinsam mit nichtbehinderten Altersgenossen zur Schule geht. Dies widerspreche völlig dem Ansatz der Inklusion, wie er in einer UN-Konvention gefordert wird.

Inklusion bedeute die Einbindung der Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft von Kindesbeinen an, sagte Muñoz Villalobos. Auch viele andere Teilnehmer des Kongresses «Eine Schule für Alle» am Wochenende in Köln forderten von den Landesregierungen den gemeinsamen Schulbesuch der Kinder mit und ohne Behinderung. Knapp ein Jahr nach Inkrafttreten der UN-Konvention über die Menschenrechte behinderter Menschen in Deutschland dürften die Bundesländer die völkerrechtlich verbindlichen Vorgaben nicht länger unterlaufen, krisierten die Wissenschaftler, Pädagogen und Elternvertreter.