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Bayern

Behindertenwerkstätten geben 280 000 Menschen Arbeit

(dpa/bsk-pr) Rund 700 Behindertenwerkstätten in Deutschland geben mehr als 280 000 Menschen mit körperlichen, mentalen, kognitiven oder psychischen Einschränkungen Arbeit. Die Behinderten sägen und schweißen, konfektionieren und drucken in gut 2400 Betriebstätten. Sie haben unabhängig von ihrer Leistungsfähigkeit und der Arbeitsmarktlage einen Rechtsanspruch auf einen Werkstättenplatz und genießen vollkommenen Kündigungsschutz.Zudem haben die Betroffenen einen Anspruch auf Betreuungs-, Bildungs- und Förderungsleistungen.

Werkstätten sind keine auf Profit ausgerichteten Erwerbsbetriebe, sondern Teil des beruflichen Rehabilitationssystems. Jährlich gelingt knapp einem Prozent der Beschäftigten der Sprung in die freie Wirtschaft. Die Werkstätten erwirtschaften knapp 85 Prozent ihres Umsatzes mit Auftragsanfertigungen und Dienstleistungen für Unternehmen und Staat, der Rest sind Eigenproduktionen. Probleme bereiten immer wieder Betrüger, die vorgeblich von Behinderten produzierte Waren verkaufen. Werkstätten vertreiben ihre Produkte grundsätzlich nie an Haustüren oder per Telefon.