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Berlin-Brandenburg

Begleitservice für Bus und Bahn in Gefahr

(dpa/bb) - Der Begleitservice des Verkehrsverbundes Berlin- Brandenburg (VBB), der behinderten und gebrechlichen Menschen auf ihren Wegen durch Berlin hilft, ist in Gefahr. Der Service laufe im Juni aus, die Weiterfinanzierung sei nicht gesichert, sagte VBB- Sprecherin Elke Krokowski. Bisher vermittelten Arbeitsagenturen die rund 60 Begleiter an den Verkehrsverbund. In diesem Winter werde der Dienst enorm nachgefragt, sagte die Sprecherin. Im Moment sei sogar die «absolute Kapazitätsgrenze» erreicht.

Seit 2008 gibt es das Angebot, sich von einem VBB-Begleiter von der eigenen Haustür mit Bus und Bahn zum Ziel bringen zu lassen - zum Beispiel an den Arbeitsplatz. Grundidee ist, dass auch behinderte oder gebrechliche Berliner den öffentliche Nahverkehr nutzen können.

Die Begleiter wissen zum Beispiel genau, an welchen Stationen es Aufzüge gibt. Besonders Rollstuhlfahrer nähmen diese Mobilitätshilfe gern an, sagte Krokowski. Zahlen müssen sie dabei nur für ihr eigenes Bus- oder Bahnticket.

Seit dem Wintereinbruch rufen auch viele Blinde beim Begleitservice an und lassen sich über eisglatte Bürgersteige und Schneehaufen helfen. Alte Menschen nutzen das Angebot für Arzt- oder Friseurbesuche.

Am Anfang sei der Service pro Tag von 30 bis 36 Berlinern angefordert worden, sagte Krokowski. Inzwischen wünschten sich mehr als 50 Menschen am Tag einen VBB-Begleiter. «Das sind pro Mitarbeiter 2 bis 3 Aufträge pro Tag.» Mehr sei auch kaum zu schaffen. Die Begleiter sind montags bis sonntags von 07.00 Uhr bis 22.00 Uhr im gesamten Berliner Stadtgebiet unterwegs. Bestellen kann man sie unter der Woche einen Tag vorher unter der Telefonnummer 030 ­ 25 414 414 zwischen 09.00 bis 16.00 Uhr.