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Bittere Medizin für GKV-Versicherte

irmgard winkler

(bsk-iwi/pr) Die Stellvertretende Bundesvorsitzende des BSK, Irmgard Winkler, hat heute den von DAK und KKH Allianz ab Februar angekündigten Zusatzbeitrag in Höhe von zunächst acht Euro scharf kritisiert.

"Versicherte können zwar ihre Mitgliedschaft zum Ende des übernächsten Monats kündigen, wenn ihre Kasse erstmals Zusatzbeiträge nimmt, aber schon heute ist abzusehen, dass weitere Kassen folgen werden. Bis Jahresende, spätestens aber bis Anfang 2011", so schätzt Winkler ein, "werden flächendeckend alle gesetzlichen Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben."

Deshalb ist es für gesetzlich Versicherte fraglich, ob sie durch einen Kassenwechsel wegen erhobener Zusatzbeiträge wirklich besser kommen. Fraglich bleibt auch, wie lange sich bei den geltenden Gesetzen die gesetzlichen Kassen auf Dauer mit acht Euro Zusatzbeitrag zufrieden geben.

Für chronisch kranke und behinderte Menschen, die vielfach von niedrigem Einkommen oder einer Minimal-Rente leben müssen, sind acht Euro viel Geld, da diese Menschen bereits durch Zuzahlungen, Aufzahlungen, Eigenanteile und die Praxisgebühr übermäßig belastet werden.

Diese Medizin hat einen sehr bitteren Beigeschmack. "Wir fordern, Geringverdiener von den Zusatzbeiträgen generell zu befreien", sagte Irmgard Winkler.