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Freiwillige vor

Zivildienst vor dem Aus - Freiwillige vor

Irmgard Winkler

(bsk-pr) In der EU sind Millionen Bürger ehrenamtlich tätig. Ihre Arbeit soll nach den Plänen der EU-Kommission von den Mitgliedsstaaten im Jahr 2011 besonders gefördert werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat der EU-Ministerrat für Bildung, Jugend und Kultur bereits Ende November angenommen und der Familienausschuss des Bundeskabinetts jetzt beraten.

Mit rund 8 Millionen Euro sollen im Jahr der Freiwilligentätigkeit die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen, die Stärkung von Freiwilligenorganisationen und die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeiten gefördert werden. Rund 450.000 Euro sollen dafür in Deutschland zur Verfügung gestellt werden.

Der BSK begrüßt zwar grundsätzlich diese Initiative, denn „im Hinblick auf die Zivildienstverkürzung muss etwas getan werden, um den Bestand an Hilfsangeboten zu sichern“ stellt, Irmgard Winkler, stellvertretende Bundesvorsitzende im BSK fest. Eine Stärkung der Freiwilligenarbeit muss sich aber auch in den Rahmenbedingungen widerspiegeln.

Im Bereich der Behindertenhilfe sind eine fundierte Anleitung und ein Vertrauensverhältnis erforderlich, welche durch verkürzte Einsatzzeiten und häufige Personalwechsel, die die Zivildienstverkürzung mit sich bringen, kaum möglich sein werden.

„Gerade Menschen mit Pflegebedarf sind aber auf qualifizierte Assistenz angewiesen“ bemerkt Irmgard Winkler. Daher muss bei einem Ausbau der Freiwilligenarbeit nicht nur der finanzielle, sondern auch ein entsprechender rechtlicher Rahmen geschaffen werden, um den Bestand und die Qualität der bestehenden Hilfsangebote zu sichern und diese vielleicht sogar auszubauen.