
(rt-bsk-pr) Einen Auftakt nach Maß erwischten Deutschlands Leichtathleten bei der IWAS - WM in Bangalore/Indien. 6 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze standen am Ende des ersten Tages auf der Habenseite des Teams von Bundestrainer Willi Gernemann.
Einmal mehr war Verlass auf das Erfolgsduo Marianne Buggenhagen (SC Berlin) und Martina Willing (SC Stahl Brandenburg). Die Athletinnen vom Berliner Blocktrainer Bernd Mädler waren am ersten Wettkampftag nicht zu stoppen und gewannen in ihren beiden Diskuswettbewerben mit großem Vorsprung die Goldmedaille. Gold sicherte sich auch Hochspringer Reinhold Bötzel (NBS Nienburg). Er setzte sich mit 1,81m deutlich gegen die Konkurrenz durch.
Im Sprint der unterschenkelamputierten Frauen siegte Katrin Green (Bayer 04 Leverkusen) in der neuen deutschen Rekordzeit von 13,62sec.
Ihre Vereinskollegin Astrid Höfte steigerte ihre persönliche Bestzeit auf 14,07sec und belegte Rang 3. Die 5. Goldmedaille gab es für Jana Schmidt (LV Waren - Müritz). Sie siegte über 100m in 17,77sec vor der deutschen Weitsprunghoffnung Vanessa Low, die als Zweitplatzierte ihre Bestzeit auf 17,80 sec steigerte.
Im Diskuswerfen der Frauen verteidigte Michaela Floeth (Bayer 04 Leverkusen) ihren Titel von Taipeh. Mit 37,69m stellte sie eine neue Saisonbestleistung auf. Selbst ihre größte Konkurrentin, die Chinesin Yajuan Jin, konnte der Leverkusenerin nicht Paroli bieten.
Platz 3 erreichte auch Kugelstoßer Frank Tinnemeier (Bayer 04 Leverkusen), der seine erste internationale Medaille gewann.
Mit David Behre, Markus Rehm (beide Leverkusen) und Nick Weihs (Ludwigslust) haben gleich drei unterschenkelamputierte Nachwuchs-Sprinter das Finale am morgigen Donnerstag erreicht. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass David Behre (12,05sec) und Nick Weihs (12,23sec) neue persönliche Bestzeiten erzielten. Hinter dem Brasilianer Oliveira haben alle drei Medaillenchancen.
Im 100m Sprint in der Startklasse T54 hatte Rollstuhl-Schnellfahrer Marc Schuh mit der fünftschnellsten Vorlaufzeit ebenfalls das Finale erreicht.
Nicht zufrieden stellend ist die Organisation in Bangalore.
Die Wettkampforganisation lässt in vielen Bereichen sehr stark zu wünschen übrig. Hierbei ist besonders die fehlende Erfahrung der Kampfrichter spürbar, auch die Versorgung der Trainer und Betreuer mit Informationen ist sehr mangelhaft. Vorbereitende, kleinere Wettkämpfe wären unbedingt notwendig gewesen, um die Wettkampforganisation zu testen. Trotz der widrigen Umstände ist die Stimmung in der Nationalmannschaft sehr gut, keiner ist verletzt.
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