
(hmk/bsk-pr) Kae-In-Sog-In “Selbstverteidigung für Menschen mit Handicaps” ist nun seit geraumer Zeit zu einem festen Bestandteil auch in Behinderteneinrichtungen geworden. Bis dahin wurde diese Möglichkeit der Selbstverteidigung nur in Vereinen angeboten. Nun aber verlangen auch große und größere Verbände auf Bundesebene nach dem vom Wiesenbronner Horst M. Kohl entwickelten Selbstverteidigungssystem Kae-In-Sog-In.
Auch am vergangenen Wochenende hatten wieder vier Kae-In-Sog-In-Fachübungsleiter in Krautheim (Baden-Württemberg) ein volles Programm zu absolvieren. Der “Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK)” lud aufgrund der positiven Erfahrungen vom vorherigen Seminar, nun wieder ein. Neben Teilnehmern, die auch schon beim 1. Schnuppertag mitgekämpft haben, waren auch einige neue Interessenten dabei. Erstmals hatten auch zwei frischgebackene Fachübungsleiter ihren Einsatz. Karin Thiel (Bischberg). Frau Thiel ist die Kae-In-Sog-In Beauftragte für Bamberg und Landkreis. Sie fungierte auch als Lehrgangsleiterin. OliverFehn der zweite im Bunde, ist Sonderpädagoge in Coburg und hatte ebenfalls seinen ersten Einsatz in der Vermittlung von Selbstverteidigungstechniken. Beide wurden natürlich von langjährig erfahrenen Fachübungsleitern und Kampfsportlern in ihrer Aufgabe unterstützt. Dies waren der Abtswinder und 1. Vorsitzender des Behinderten- und Versehrtensportverein Kitzingen, Klaus Weiss und der Sonderpädagoge Helmut Gensler aus Coburg.
Das ständig von Horst M. Kohl und seinen Mitarbeiter/innen fortentwickelte Kae-In-Sog-In hat inzwischen bundesweite Anerkennung und Nachahmer gefunden. Es bedient sich mit Elementen aus allen bekannten asiatischen Kampfsportarten, die speziell auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten behinderter Menschen zugeschnitten wurden. Trotzdem kommt man in manchen Fällen nicht daran vorbei, für betroffene Menschen eigene Techniken/Selbstverteidigungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Kae-In-Sog-In •dazu gehören auch Slow-Motion-Arts und Blasrohrsport• soll in drei Richtungen wirksam sein. Dazu zählen der physische, psychische und der soziale Bereich. Das bedeutet also, das der “Sport für Menschen mit Handicaps” immer auf die Entwicklung, der Verbesserung und der Erhaltung von körperlichen Funktionen, Kompensation fehlender körperlicher Funktionen, psychischer Funktionen und sozialer Funktionen abzielen muss. Konkret für den Sport mit z.B. Körperbehinderten gilt das Training als Verbesserung der verfügbaren körperlichen Funktion zum Ausgleich eines behinderungsspezifischen Bewegungsmangels. Dazu gehört die umfassende Ausbildung körperlicher Funktionen zur Vermeidung von Sekundärschäden. Eine Steigerung der Leistungsfähigkeit/Vorbereitung auf Wettkämpfe ist ebenfalls unumgänglich. Ein besonderes Augenmerk für den Fachübungsleiter ist die Entwicklung von Kompensationsmöglichkeiten.
Weitere Informationen sind über Tel.:09325 - 1890 oder www.handicap-selbstverteidigung.de zu erfahren.
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