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Filmfest zeigt Leben von Menschen mit Behinderung

(dpa/bsk-pr) Gehörlose machen Pantomime-Theater, eine Gruppe behinderter Menschen entführt einen Popstar, zwei schwerbehinderte Aktivistinnen treten den Weg nach Washington an:

Ungewöhnliche Lebensweisen von Menschen mit Behinderung kommen beim 7. Internationalen Kurzfilmfestival «Wie wir leben!» in München auf die Leinwand. Von diesem Mittwoch (4. November) an werden im Filmmuseum 26 Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme aus 13 Länder zu den Themen Behinderung und Krankheit gezeigt. Das Festival endet am Samstag (7. November) mit der Verleihung der Filmpreise, die insgesamt einen Wert von fast 10 000 Euro haben.

Seit 1995 werden bei «Wie wir leben!» alle zwei Jahre neue Filme präsentiert, die sich mit dem Leben von Menschen mit Behinderung, chronischen oder psychischen Krankheiten beschäftigen. Dabei ist den Veranstaltern nach eigenen Angaben sehr wichtig, dass sich nicht nur Betroffene angesprochen fühlen. «Wichtig ist uns, dass die Filme unbekannte Lebenswelten vorstellen, neue Einsichten bringen und Vergnügen bereiten», erklären die Organisatoren von der «arbeitsgemeinschaft behinderung und medien (abm)» in München.

Einige der diesjährigen Festivalbeiträge werden zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein. So zeigt der indische Film «Three of us» den ungewöhnlichen Alltag eines Elternpaares und seines spastisch gelähmten Sohnes. Der tschechische Animationsfilm «O Sexu» beschäftigt sich mit dem Tabuthema körperliche Liebe. Fast alle Regisseure und Mitwirkenden der Beiträge werden laut abm mit dabei sein und mit dem Publikum sprechen.