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Zahl der Sozialhilfeempfänger steigt weiter

Wiesbaden (dpa/bsk-um) - Die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Deutschland steigt weiter. Rund 325 000 Menschen erhielten 208 laufende Hilfe zum Lebensunterhalt. Das waren vier Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Mehr als sieben von zehn Hilfeempfängern (72 Prozent) lebten Ende des vergangenen Jahres in Einrichtungen wie Wohn- oder Pflegeheimen. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr und ist der höchste Stand seit der Hartz-IV-Reform Anfang 2005.

Bei den Sozialhilfeempfängern, die nicht in Heimen leben, nahm die Zahl um 4,4 Prozent zu. Diese Menschen waren im Schnitt 40 Jahre alt und damit deutlich jünger als die Sozialhilfebezieher in Heimen mit 54 Jahren. Bundesweit erhielten Ende 2008 vier von 1000 Einwohnern laufende Hilfe zum Lebensunterhalt. Dies war nach Angaben der Behörde der gleiche Wert wie in den beiden Vorjahren. In Berlin lag der Anteil der Hilfeempfänger mit 6,4 je 1000 Einwohner am höchsten, in Baden-Württemberg mit 1,4 je 1000 Einwohner am niedrigsten.

Seit Anfang 2005 erhalten Bedürftige, die grundsätzlich erwerbsfähig sind, und deren Familienangehörige Leistungen nach Hartz IV. Die laufende Hilfe zum Lebensunterhalt wird an Menschen in Heimen gezahlt, die ihren Bedarf nicht mit Renten oder Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung decken können. Außerhalb von Einrichtungen bekommen diese Leistung vorübergehend Erwerbsunfähige, länger