Mobilitätsservice S-Bahn Dresden

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Mobilitätsservice S-Bahn Dresden

 
Erweiterter Mobilitätsservice bei der S-Bahn Dresden gestartet

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Anmeldung zur kostenfreien Hilfeleistung bis 30 Minuten

vor Abfahrt der S-Bahn ab sofort über (0351) 206 8290 möglich

(bsk-lsks-mbg/um) Mit der offiziellen Freigabe eines erweiterten Mobilitätsservices der Deutschen Bahn im Verkehrsbereich der S-Bahn Dresden am 2. September 2009 wurde eine weitere Teiletappe des Projektes „ÖPNV/SPNV für alle“ realisiert, das vom BSK-Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V. (LSKS) im Auftrage der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V. (LAG SH) getragen wird.

Gemeinsam mit der DB Regio und dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) wurde eine Lösung konzipiert, die es ermöglicht, dass zunächst im Bereich der S-Bahn Dresden die erforderliche Hilfeleistungen kurzfristig, das heißt bis 30 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt der S-Bahn telefonisch angemeldet werden können. Das bezieht sich auf Hilfeleistungen für das Einsteigen bzw. Einfahren in die S-Bahn-Züge, das Anlegen der Überfahrbrücke oder Rampe für rollstuhlnutzende Fahrgäste oder das Unterstützen blinder bzw. sehbehinderter Personen zum Erreichen der Zugabteile.


Das Verfahren gestattet es mobilitätseingeschränkten Reisenden gegenüber der bisher von der DB erwarteten Anmeldung über die MobiServZentrale (24 Stunden vorher), sich im S-Bahnverkehr auch sehr kurzfristig für eine Fahrt zu entscheiden. Gleichzeitig wird dem Zugpersonal der S-Bahn ermöglicht, sich rechtzeitig auf die gewünschte Hilfeleistung einzustellen.

Mit der in die S-Bahn-Fahrzeuge integrierten Überfahrbrücke/Rampe können praktisch alle im Verkehrsbereich liegenden Bahnsteighöhen bedient werden. Bedingung für die Nutzung dieses Services ist allerdings, dass der entsprechende Bahnsteig erreicht und am Zielpunkt auch verlassen werden kann.

Die Übersicht dazu finden Sie unter www.vvo-online.de. <http://www.vvo-online.de/de/tickets_und_netz/barrierefreies_reisen/index.aspx>

Diese für die S-Bahn Dresden im Sinne eines Modellprojektes eingeführte Lösung ist gegenwärtig deutschlandweit im Bereich der Deutschen Bahn einmalig. Sie ist jedoch bundesweit nachnutzbar, weil die dazu bei der DB erforderlichen technischen Voraussetzungen in allen Bundesländern verfügbar sind.

In Sachsen soll der beschriebene Mobilitätsservice in den Folgejahren auf weitere DB-Bereiche des Regionalverkehrs, u. a. auf die S-Bahn Leipzig ausgedehnt werden.
Voraussetzung dafür ist allerdings die über die Verkehrsverbünde durchzusetzende Verfügbarkeit von Zugbegleitern sowie das Engagement der Behindertenvereinigungen in den entsprechenden Regionen zur Mitwirkung und Realisierung weiterer Teilschritte im Selbsthilfeprojekt "ÖPNV/SPNV für alle".

(Foto: Christian Steinmann – Angeregte Diskussion am Zug auf dem Bahnsteig 3a; von links: Irmgard Winkler (BSK/LSKS), Monika Krätzschmar (VKD), Dr. Peter Münzberg (LAG SH/LSKS), Brigitt Prelle (VKD)

Die detaillierten Regelungen zum erweiterten Mobilitätsservice bei der S-Bahn entnehmen Sie bitte der beigefügten Presseinformation von DB Regio.

DB_Mobiservice_Presseinfo09_09.pdf