Selbstständiges Leben Behinderter wird gestärkt

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Selbstständiges Leben Behinderter wird gestärkt

Selbstständiges Leben Behinderter wird gestärkt

München (dpa/bsk-is) - In Bayern leben mehr als 570 000 Menschen mit einer Behinderung. Darauf hat der Verband der bayerischen Bezirke am Mittwoch in München hingewiesen. In den Anstrengungen, den Betroffenen ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen und eine Heim-Unterbringung zu vermeiden, dürfe nicht nachgelassen werden, betonte Verbandspräsident Manfred Hölzlein. Dafür sei die sogenannte Offene Behindertenarbeit (OBA) reformiert worden. Dazu gehören Freizeit-, Bildungs- und Begegnungsmaßnahmen sowie Hilfen für Familien, die Menschen mit Behinderung zu Hause betreuen.

„Mit diesen Angeboten der Offenen Behindertenarbeit kann es gelingen, stationäre Unterbringungen zu vermeiden oder möglichst lange zu verzögern“, sagte Hölzlein laut Mitteilung. Die Bezirke hätten diese Form der Behindertenarbeit seit Anfang 2008 von den Städten und Landkreisen übernommen und grundlegend reformiert. Eine bayernweit einheitliche Struktur stelle nun sicher, dass es für Betroffene in allen Landesteilen umfangreiche Angebote der Offenen Behindertenarbeit gebe.

So sei an die Stelle von sechs verschiedenen Richtlinien, deren Unübersichtlichkeit auch der Bayerische Oberste Rechnungshof gerügt habe, nun eine einheitliche Förderrichtlinie getreten. „Defizite in der Versorgungsstruktur gehören jetzt ebenso der Vergangenheit an wie das Regelungswirrwarr“, sagte Hölzlein.

[Verband der bayerischen Bezirke]: Knöbelstraße 10, 80538 München