(dpa-bb/bsk-pr) Zum zweiten Male nach 2007 erleben die Berliner und ihre Gäste am kommenden Samstag auf dem Pariser Platz vorm Brandenburger Tor beim International Paralympics Day (IPD) Spitzen- Behindertensport zum Mitmachen. Seit 2003 wird die Veranstaltung im Zwei-Jahres-Rhythmus vom International Paralympic Committee (IPC) organisiert. Der dem IOC im Nichtbehindertensport analogen Einrichtung gehören insgesamt 164 Länder an. 2007 hatte Berlin seine Premiere erlebt und über 40 000 Zuschauer angelockt.
Eröffnet wird der IPD 2009 von IPC-Präsident Sir Philip Craven. Schirmherr der Veranstaltung ist Bundespräsident Horst Köhler, der auch am Samstag bei dem Ereignis live dabei sein will. «Wir rechnen mit einer ähnlichen Resonanz wie 2007 und bieten dafür ein attraktiven Mehr-Stunden-Programm von 10 bis 18 Uhr, das vor allem auch auf den Mitmach-Faktor setzt», erklärte der Kaufmännische Geschäftsführer des IPC, Georg Schlachtenberger, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Berlin.
Zum bunten Angebot gehören Rollstuhlbasketball und Rugby, Sitzvolleyball, Blindenfußball, Leichtathletik und mehrere Demonstrationswettbewerbe. In einem Show-Wettkampf im Weitsprung sind Paralympics-Sieger Matthias Schröder und der Silber-Gewinner von Peking, Thomas Ulbricht (beide PSC Berlin), zu erleben. Erstmals im Rahmen des IPD wird auch eine internationale deutsche Meisterschaft ausgetragen. In der Startklasse F44 gehen im Weitsprung Weltklasse- Athleten wie Casey Tibbs (USA), Urs Kolly (Schweiz), Roberto La Barbera (Italien), Jean-Baptiste Alaize (Frankreich) und Markus Rehm (Deutschland) an den Start.
Nach Angaben von IPC-Projektleiter Alexis Schäfer hat der IPD einen «niedrigen sechsstelligen Etat» und wird vom Berliner Senat vor allem ideell stark unterstützt. «Vor zwei Jahren war das alles noch komplizierter, da hat eine spürbare Entwicklung stattgefunden», sagte Schäfer. Mehrkampf-Ass Thomas Ulbricht freut sich auf das Ereignis:
«Wir haben nicht so viele Gelegenheiten, bei der wir Zuschauer und eine solche großartige Atmosphäre haben. Dafür wollen wir auch mit entsprechenden Leistungen zurückzahlen.»
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