Schleswig-Holstein

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Landesbeauftragter bemängelt Einbindung von Behinderten

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(dpa/bsk-pr) Schleswig-Holsteins Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen, Ulrich Hase, hat in seinem Tätigkeitsbericht (2005 bis 2008) die Einbindung von Betroffenen auf allen Entscheidungsebenen bemängelt. Die gesetzliche Neuregelung bei der Eingliederungshilfe führe zu einer unübersichtlichen Gewährung von Leistungen, sagte Hase am Montag in Kiel. Die Eingliederungshilfe wurde vom Land an die Kommunen übertragen.

Gemeinsam mit der Architektenkammer strebe man mehr Bewusstsein für barrierefreies Bauen im Lande an, sagte Hase. Mit einer Beratungsbroschüre informieren Landesbeauftragter und Architektenkammer über Baugestaltung und Barrierefreiheit für behinderte Menschen. «Ich erwarte von niemandem, dass er an alles denkt; aber ich erwarte, dass diejenigen, die von Entscheidungen betroffen sind, in diese einbezogen werden», forderte Hase.

Dies bedeute eine engere Zusammenarbeit mit Baubehörden, Senioren- und Behindertenverbänden, sagte das Geschäftsführende Vorstandsmitglied der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig- Holstein, Klaus Alberts. «Wir suchen nach klugen Lösungen, um Menschen mit Behinderungen das Leben leichter zu machen», sagte er.

Seit dem 1. Januar 2009 ist der Landesbeauftragte direkt dem Landtag zugeordnet. Zur Zeit leben rund 460 000 Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein.

«Das Thema Barrierefreiheit bleibe eine wichtige Herausforderung, sowohl auf Landesebene als auch im Verantwortungsbereich der Kommunen», sagte die sozialpolitische Sprecherin der schleswig- holsteinischen CDU-Landtagsfraktion, Heike Franzen. Das Ziel des selbst bestimmten und gleichberechtigten Lebens der Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft sei auch durch das Wirken des Landesbeauftragten einen weiteren Schritt vorangekommen. «Gleichwohl ist noch viel zu tun», sagte sie.

Nach Ansicht des sozialpolitischen Sprechers der SPD- Landtagsfraktion, Wolfgang Baasch, hat der Tätigkeitsbericht einen Schwerpunkt auf die gesetzliche Neuregelung der Eingliederungshilfe gelegt. «Besonders hervorzuheben ist hier die Zusammenarbeit des Landesbeauftragten Ulrich Hase gemeinsam mit der Architektenkammer und sein Einsatz, die Ausbildung von Architekten und Bauingenieuren im Thema Barrierefreiheit zu verstärken», erklärte er.

«Die gute Arbeit von Ulrich Hase und seinem Team hat sich ausgezahlt», erklärte die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Birk. Die direkte Zuordnung zum Landtag habe sich bei der Bürgerbeauftragten und dem Flüchtlingsbeauftragten bewährt, sagte sie.