(dpa/bsk-pr) - Wegen des Vorwurfs der unwürdigen Behandlung von Behinderten soll es nach einem MDR-Bericht Ermittlungen gegen eine Sozialeinrichtung in Leinefelde-Worbis geben.
Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft richteten sich gegen eine leitende Mitarbeiterin, berichtet MDR 1 Radio Thüringen. Auslöser seien zwei Anzeigen, davon eine vom Thüringer Sozialministerium. Das für Heimaufsicht zuständige Ministerium habe die Justiz eingeschaltet, nachdem ein 40-seitiges Dossier eingegangen sei.
Darin würde aus Mitarbeiterkreisen der Vorwurf erhoben worden, in Einrichtungen der Organisation seien Behinderte «unwürdig behandelt worden».
Die Rede sei von Freiheitsberaubung und Nötigung. Der Anwalt der Beschuldigten, Heinz Funke, bestätigte dem Sender den Inhalt das Dossiers. Die Vorwürfe wies er jedoch zurück. Das gelte auch für die zweite, anonyme Anzeige, sagte der Anwalt. In ihr würde der Geschäftsführung im Zusammenhang mit Behindertenfahrten Untreue und Beihilfe zur Untreue vorgeworfen. Der Anwalt der Beschuldigten nannte das Vorgehen des Sozialministeriums und anderer Ämter «grob unverhältnismäßig». Nach Informationen von MDR 1 Radio Thüringen interessieren sich auch Krankenkassen und die Agentur für Arbeit für den Fall.
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