(dpa/bsk-pr) Rund 100 Sehbehinderte haben am Mittwoch vor dem Schweriner Schloss gegen die am selben Tag geplante Kürzung des Landesblindengeldes protestiert. Die Landtagsabgeordneten wurden auf dem Weg zur Parlamentssitzung per Megaphon auf die aus Sicht der rund 5000 Betroffenen ungerechtfertigte Kürzung aufmerksam gemacht. Auf Plakaten standen Forderungen wie «Hände weg vom Blindengeld» und «Teilhabe statt Bettelei». Das Blindengeld soll nach dem Willen der SPD/CDU-Koalition ab Mai von 546 auf 430 Euro im Monat sinken. Die Opposition ist dagegen.
Die Linksfraktion, deren Mitglied Irene Müller selbst blind ist, wies in einem Flugblatt, das bei der Demonstration verteilt wurde, auf den Mehrbedarf von Sehbehinderten hin. So brauchten sie zum Schreiben besonderes Papier, zum Lesen Bücher in Punktschrift, für den Computer Zusatz-Software und für den Haushalt spezielle Geräte. Wollten sie ausgehen oder reisen, brauchten sie eine Begleitung. «Das alles kostet viel mehr Geld als für sehende Menschen», hieß es.
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