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Behinderten-Integration: Lechler-Preis nach Reutlingen und Rottweil

(dpa/bsk-pr) Zwei Projekte zur Behinderten- Integration in Reutlingen und Rottweil haben den mit 50 000 Euro dotierten Paul-Lechler-Preis bekommen. Beide Projekte zeigten vorbildlich, wie man behinderte Jungen und Mädchen in normale Kindergärten eingliedern könne, hieß es in der Begründung der Jury in Stuttgart. Die BruderhausDiakonie Reutlingen fördert derzeit 60 geistig und körperlich behinderte Kinder, die in knapp 50 Kindergärten untergebracht sind. Im noch jungen Projekt der Ökumenischen Kinder- und Jugendhilfe Rottweil werden sechs behinderte und 14 nicht-behinderte Kinder gemeinsam betreut.

Von den gemeinsamen Gruppen profitierten behinderte und nicht- behinderte Kinder gleichermaßen, betonten die Verantwortlichen. «Die nicht-behinderten Kinder entwickeln ein soziales Verständnis, und die behinderten Kinder bekommen viel mehr Reize und Anregungen als in reinen Behinderten-Gruppen», sagte Erzieher Marcel Meixner vom Kindergarten der BruderhausDiakonie Reutlingen. Sogenannte Inklusions-Assistentinnen helfen den Erziehern in den Kindergärten stundenweise bei der Betreuung der behinderten Kinder.

Mit dem Preisgeld will die BruderhausDiakonie künftig auch Kinder mit einer stärkeren Behinderung in normalen Kindergärten betreuen. Die Ökumenische Kinder- und Jugendhilfe Rottweil will ihr Angebot von einer auf drei gemischte Gruppen ausweiten.

Namensgeber des Preises ist der württembergische Unternehmer und Sozialreformer Paul Lechler (1849-1925), aus dessen Firmen unter anderem der Automobilzulieferer ElringKlinger hervorgegangen ist. Der Preis wurde zum zweiten Mal von der Ludwigsburger Paul-Lechler- Stiftung vergeben.