(dpa/bsk-pr) - Die Landesvorsitzende des Sozialverbandes Deutschland (SOVD) in Nordrhein-Westfalen Marianne Saarholz hat die barrierefreie Umgestaltung von Schulen gefordert. Dafür sollten auch die Steuermittel aus dem Konjunkturprogramm verwendet werden, sagte Saarholz in Düsseldorf. Die Beseitigung von Hindernissen in öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen, Universitäten, Sport- und Veranstaltungsstätten werde noch mehr Menschen die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.
Besonderer Bedarf an Barrierefreiheit bestehe in den Bildungseinrichtungen des Landes. «In Nordrhein-Westfalen besucht derzeit nur eines von zehn behinderten Kindern eine Regelschule», beklagte die SOVD-Chefin. «Der gemeinsame Unterricht scheitere oft, weil die baulichen Voraussetzungen dafür fehlten. Nach Saarholzs Angaben nehmen in den europäischen Nachbarländern 60 bis 80 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungs- und Förderbedarf am Regelschulunterricht teil. «Die Landesregierung muss auch die personellen Voraussetzungen für den gemeinsamen Unterricht schaffen», betonte Marianne Saarholz. NRW solle mit der Umsetzung der UN- Konvention ein nachahmenswertes Beispiel für die anderen Bundesländer zeigen.
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