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Kontroverse Diskussion über behindertengerechte Verkehrsführung

(mg-kf/bsk-pr) Der Niedersächsische Landesbehindertenbeirat hat sich bei seiner vierten Sitzung jetzt mit der Barrierefreiheit in Bau und vor allem im Straßenverkehr befasst. Es zeichnete sich bei der Diskussion deutlich ab, dass das so genannte Shared Space ein neuer gangbarer Weg der Verkehrsführung sein kann, aber inhaltlich noch nicht alle Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt.

"Shared Space" ist eine neue Form der Verkehrsführung, die zum Ziel hat, ohne Ampeln, Verkehrszeichen, abgesenkte Bordsteine und ohne Fußgängerüberwege auszukommen. Sie setzt auf die Gleichberechtigung zwischen Mensch und Kraftfahrzeug. "Unser Auftrag kann in dieser Frage nur lauten: Weiterentwickeln unter Mitwirkung und starker Einbindung der behinderten Menschen", so die von Karl Finke wiedergegebene Meinung des gesamten Landesbehindertenbeirats.

Fachvorträge von Walter Teckert vom Niedersächsischen Landesbehindertenrat, mit Schwerpunktbereich Bau, Klaus Goedejohann, Bürgermeister der Stadt Bohmte, mit erprobtem Shared Space und Gerhard Renzel vom Blindenverband Niedersachsen, Regionalverband Osnabrück, bildeten die Grundlage der Diskussion der Mitglieder.

Der Landesbehindertenbeirat ist ein Gremium, welches nach Inkrafttreten des Niedersächsischen Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (NBGG) gebildet wurde. Nach einjähriger Zusammenarbeit haben sich innerhalb des Beirats Arbeitsgruppen gebildet, die Beiträge zu einzelnen Regelungen des NBGG erarbeiten und damit wichtige Vorarbeiten zu der zum Ablauf des Jahres 2010 anstehenden Überprüfung des Gesetzes leisten.