
(dpa/bsk-pr) Nach dem verheerenden Busunglück auf der Autobahn 2 bei Hannover mit 20 Toten sind die Leichen noch nicht identifiziert. Der beschlagnahmte Bus sei mitsamt der Todesopfer in der Nacht nach Hannover gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher am Morgen.
Erst bei Tageslicht sollten die Leichen aus dem ausgebrannten Wrack geborgen und von Gerichtsmedizinern obduziert werden. Anschließend sollen Kriminaltechniker den Unglücksbus unter die Lupe nehmen.
Das Fahrzeug eines hannoverschen Unternehmens war am Dienstagabend auf der Rückfahrt von einer Tagestour ins Münsterland in Flammen aufgegangen. 20 Senioren starben, weil sie sich nicht rechtzeitig aus dem brennenden Bus ins Freie retten konnten. Einige Opfer waren offenbar gehbehindert. Zwölf Fahrgäste im Alter zwischen 45 und 80 Jahren sowie der Fahrer wurden teils schwer verletzt.
Der Brand war nach Polizeiangaben in der Toilette des Busses ausgebrochen. Nach Augenzeugenberichten schoss eine Stichflamme aus dem winzigen Raum. Anschließend breitete sich das Feuer in Windeseile im Fahrzeuginneren aus. Möglicherweise hatte ein Passagier heimlich auf der Toilette geraucht. Einen technischen Defekt schloss die Polizei bereits aus. Mehr als 150 Feuerwehrleute und Polizisten waren im Einsatz. Die A 2 war bis in den frühen Morgen gesperrt.
Für Angehörige hat die Polizei ein Notfalltelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0800-7313131 können Informationen eingeholt werden. Um 11.00 Uhr will die Polizei Hannover den Stand der Ermittlungen auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.
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