(dpa/bsk-pr) In Deutschland lebten im Jahr 2005 rund 8,6 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung. Das entspreche einem Anteil von ungefähr zehn Prozent der Bevölkerung, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag unter Bezug auf den Mikrozensus mit. 6,7 Millionen Menschen galten mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent als schwerbehindert. 1,9 Millionen waren leichter behindert.
Die Behinderung tritt laut Statistischem Bundesamt häufig im höheren Alter auf: etwa 71 Prozent der Behinderten waren 55 Jahre und älter. Daraus erkläre sich, dass 63 Prozent der behinderten Menschen vor allem von einer Rente oder Pension lebten. Rund 19 Prozent bestritten ihren Lebensunterhalt durch eine Erwerbstätigkeit, 9 Prozent wurden überwiegend durch Angehörige unterstützt.
Fast ein Drittel der Behinderten wohnte in privaten Haushalten und wirtschaftete allein. Das waren knapp ein Prozent weniger als 2003.
Bei den Nichtbehinderten stieg der Anteil der Alleinlebenden dagegen von 15,8 auf 16,4 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte der Behinderten lebte in einem Zweipersonenhaushalt. 22 Prozent wohnten mit drei und mehr Haushaltsmitgliedern zusammen, wobei Unterkünfte wie beispielsweise Behindertenheime nicht miteinbezogen wurden.
Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, bei dem jährlich rund 380 000 Haushalte befragt werden. Alle vier Jahre gewinnen die Statistiker dabei auch Informationen zu den Lebensbedingungen behinderter Menschen. Die nächste Befragung zu diesem Thema ist für das Jahr 2009 geplant.
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