Cumbacher Brücke 

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Cumbacher Brücke 

Thüringen:

Fahrstuhl an Cumbacher Brücke 

Straßenbauverwaltung, Deutsche Bahn AG und Stadt Rudolstadt teilen sich die Kosten

Hendrik Grützner Bildmitte

(otz/bsk-pr) Rollstuhlfahrern wird der Weg von der Innenstadt  nach Cumbach und zurück in Zukunft erleichtert. An der Fußgängerunterführung Cumbacher Brücke wird eine behindertengerechte  Verbindung zwischen Rudolstadt und Cumbach durch den Einbau eines  Fahrstuhls realisiert. Darauf haben sich jetzt die  Straßenbauverwaltung, die Deutsche Bahn AG und die Stadt Rudolstadt  nach langwierigem Verhandeln geeinigt. Das geht aus einer Mitteilung  der Stadtverwaltung hervor.    

Diesem Entschluss ging eine Petition von 2004 voraus. Persönlich  haben sich Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) und der  Landtagsabgeordnete Gerhard Günther (CDU) stark gemacht, um dieses  Ziel mit allen Beteiligten umzusetzen.   

Es hatte sich  herausgestellt, dass das Befahren der zur Treppenanlage gehörenden  Rampe für Rollstuhlfahrer problematisch ist. Dies ist beispielsweise  auf das Fehlen geeigneter Zwischenpodeste zum Verweilen  zurückzuführen. Ein Aufzug einer Fachfirma wird im kommenden Jahr  zwischen Treppe und Bahnkörper auf der Cumbacher Seite installiert.  Er hat eine Fläche von 1,10 mal 1,40 Meter.    

Die Kosten der Investition in Höhe von etwa 300000 Euro werden  durch die Straßenbauverwaltung, die Deutsche Bahn AG und die Stadt  Rudolstadt getragen. Die Stadt wird dabei im Rahmen der Förderung des  kommunalen Straßenbaus vom Freistaat Thüringen unterstützt.  Alternativ stand ein stückweiser Abriss und Neubau der Rampe zur  Diskussion, welcher aber aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt  werden kann.   

Dem Bau vorangehen wird die Anpassung der Planungen  sowie die Ergänzung der Kreuzungsvereinbarung, welche die  Projektträgerschaft und Finanzierung regelt.    Die Beteiligten sind sich einig, dass der Aufzug den Anforderungen  der Zielgruppe der Rollstuhlfahrer, besonders der Fahrer von manuell betriebenen Rollstühlen, und gehbehinderter Menschen gerecht wird.  

Die laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten des Aufzuges  übernimmt die Stadt. Um Vandalismusschäden vorzubeugen, wird eine  kompakte Bauweise realisiert. Zusätzlich soll eine Nutzung nur mit  dem so genannten Europaschlüssel, der es behinderten Menschen  ermöglicht, bestimmte Einrichtungen für sich zu nutzen, möglich sein.