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Interessenvertetung

Landesvorsitzende und Landesvertretungen des BSK haben getagt

BSK will sozialpolitische Interessenvertretung intensivieren und Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinaus ausbauen

Teilnehmer LV-Treffen

(LSKS-mbg/bsk-pr) Vom 24. - 26.10.2008 fand in Krautheim die diesjährige Tagung der BSK-Landesvorsitzenden und -Landesvertretungen statt. Angereist waren die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands, Vorsitzende bzw. Vertreter aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Komplettiert wurde die Runde durch Mitarbeiter der BSK-Geschäftsstelle.

Auf der Tagesordnung stand eine Information des geschäftsführenden Vorstands und der Geschäftsstelle über aktuelle Entwicklungen im Bundesverband und über die zwischenzeitlich erfolgten personellen Veränderungen, die zugleich Ausgangspunkt einer zielstrebigeren Tätigkeit des BSK sein sollten.

Ausführlich beraten wurde über Ansatz- und Ausgangspunkte einer effektiven Tätigkeit im Interesse der Mitglieder und weiterer körperbehinderter Menschen in den Ländern, über die Möglichkeiten der Einbeziehung nicht dem BSK angehörender Körperbehinderter und Körperbehindertengruppen in die Selbsthilfetätigkeit des BSK sowie über Zusammenarbeit und Arbeitsteilung zwischen Bundesvorstand und Geschäftsstelle einerseits und den verbandlichen Untergliederungen andererseits.

Dabei wurde festgestellt, dass es trotz der relativ schmalen personellen Basis im BSK vielfältige Möglichkeiten gibt, Interessenvertretung auf breiterer Basis in Gang zu setzen und bestehende Probleme zu lösen, wenn sinnvolle Kooperationen genutzt und externes Wissen einbezogen wird.

Deshalb wurde vereinbart, den Grundgedanken einer stärkeren Netzwerkorientierung in der Tätigkeit des BSK weiter zu diskutieren und durch Bundesvorstand und Landesvorstände zu entsprechenden Vereinbarungen zu führen.

Von diesern Überlegungen soll zukünftig auch die Öffentlichkeitsarbeit, die innerverbandliche Information und Kommunikation getragen sein. Die dazu erforderlichen Regelungen müssen letztlich, wie die praktikable Ausgestaltung der Vereinsdemokratie, bei der  Überarbeitung bzw. Neufassung der Satzung berücksichtigt werden. Dafür hat der Hauptausschuss bereits entsprechende Aufträge erhalten.

Beraten wurde auch über die weitere Mitwirkung des BSK und seiner Gremien bei der  Endabfassung der DIN 18040 (Barrierefreies Bauen) und bei der inhaltlichen Gestaltung der angekündigten DIN 18050, die sich vorzugsweise mit dem öffentlichen Verkehrsraum befasst.

Zu letzterem wurden den Beratungsteilnehmern u.a. die dazu vorliegenden Forderungen des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen (LSKS) im BSK und des in Sachsen laufenden Projektes "ÖPNV/SPNV für alle" übergeben, die unter ÖPNV/SPNV - Weitere Dokumente zu finden sind.

Sehr kritisch wurden von den Teilnehmern gegenwärtige Tendenzen im Bereich Hilfsmittel und der Einschränkung der Hilfsmittelfreiheit bewertet.
Aus der Sicht der Betroffenen führen diese nicht nur zu deutlichen Qualitätseinbußen, sondern auch zu kaum beherrschbaren Lagerproblemen sowie zu Einschränkungen beim Persönlichkeitsschutz, wenn, wie z.B. von einigen Krankenkassen eingeführt bzw. angekündigt, Stomabedarfsartikel in Großpackungen durch Paketdienste angeliefert werden.

Der geschäftsführende Vorstand und die Geschäftsstelle wurden beauftragt, sich in dieser, bei der Konzipierung der aktuellen Etappe der Gesundheitsreform offenbar von den Gesundheitspoltikern völlig übersehenen Problematik u.a. an die BAG Selbsthilfe, die Behinderten- und die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, an die Bundesministerin für Gesundheit und weitere Partner zu wenden, dabei die für Sanitätshäuser zuständigen Bundesinnungsverbände und ausgewählte Ärzteverbände einzubeziehen.

Die nächste Beratung der BSK-Landesvorsitzenden und Vertreter der BSK-Landesvertretungen findet im Zusanmmenhang mit einer Veranstaltung der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen vom im Zeitraum 11. - 15.02.2009 in Wartaweil bei München statt.