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Studie: Pflegekräfte denken oft ans Aufhören

Bielefeld (dpa/bsk-um) - Jede fünfte Pflegekraft denkt einer Studie zufolge mehrmals im Monat darüber nach, aus dem Beruf auszusteigen. Viele Pflegekräfte füahlten sich überfordert und glaubten, Patienten etwas schuldig zu bleiben, teilten die von Bodelschwinghschen Anstalten in Bielefeld am Donnerstag zu der Studie der Betheler Psychiatrie mit. Burnout-Symptome wie verminderte Leistungsfähigkeit oder emotionale Erschöpfung drohten im Schnitt jedem zehnten Mitarbeiter der Psychiatrie, in Kliniken und Akutkrankenhäusern sei es jeder Vierte. Für die Studie waren von Oktober bis Dezember 2007 insgesamt 389 Mitarbeiter von Kliniken in Bielefeld, Gütersloh, Telgte und Hannover befragt worden.

Bei vier von fünf Mitarbeitern, die unter Rückenschmerzen leiden, spielt laut der Studie Stress nachweislich eine Rolle. Dennoch müsse anstrengende Arbeit nicht zwangsläufig zum Burnout führen, teilten die Betheler Forscher mit. Menschen, die nur geringen Handlungsspielraum hätten, seien häufiger krank als Kollegen, die weitgehend selbstbestimmt arbeiten können. Die Symptome treffen auch nicht in erster Linie erfahrene Pflegekräfte: Betroffen seien Pflegeschüler ebenso wie langjährige Mitarbeiter.

Die 1867 gegründeten Anstalten in Bethel, das größte diakonische Unternehmen in Europa, betreuten im vergangenen Jahr mit 15.000 Mitarbeitern mehr als 100 000 Menschen - in der Behindertenhilfe, Altenhilfe, Jugendhilfe, Psychiatrie und der Hospizarbeit, außerdem Menschen mit Epilepsie.