Halle/Erfurt (dpa/bsk-um) - Schwerbehinderte werden nach Angaben der Bundesarbeitsagentur oft als Fachkräfte unterschätzt. «Bei den meisten Tätigkeiten hat die Behinderung gar keine Auswirkung auf den Arbeitserfolg, weil häufig körperliche Defizite mit Prothesen oder Hörgeräten ausgeglichen werden können», sagte der Leiter der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen, Max-Volker Dähne, am Montag laut Mitteilung in Halle. In Thüringen seien zurzeit 6400 Schwerbehinderte arbeitslos gemeldet. Die Beschäftigungsquote betrage 4,2 Prozent und liege damit geringfügig unter dem Bundesschnitt von 4,3 Prozent.
Die meisten Schwerbehinderten seien leistungswillig, «und unseren Erfahrungen nach oft in besonderem Maße motiviert», sagte Dähne. Firmen, die sie beschäftigten, könnten außerdem einen Imagegewinn verzeichnen und die Ausgleichsabgabe sparen. Dähne erinnerte außerdem daran, dass die meisten Schwerbehinderungen durch Unfälle oder Krankheiten verursacht werden. Nur die wenigsten Betroffenen seien von Geburt an behindert. Das Bild des Schwerbehinderten, der im Rollstuhl sitzt, bleibt ein Klischee», sagte er. So leide etwa ein Drittel der Betroffenen an Beeinträchtigungen der inneren Organe. (Internet: www.arbeitsagentur.de)
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