Peking (dpa/bsk-um) - Kleineres Team, größere Ziele: Die 170 Aktiven des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS) wollen bei den 13. Paralympics von Samstag bis zum 17. September in Peking einen deutlichen Leistungsschub nachweisen. «In Sydney haben wir im Medaillenspiegel den zehnten Platz belegt, in Athen uns auf Platz acht verbessert. An dieses Ergebnis wollen wir anknüpfen und noch einmal einen Sprung nach vorne machen», betonte Chef de Mission Karl Quade. Das deutsche Team muss sich mit der Konkurrenz von insgesamt 4000 gehandicapten Athleten aus 149 Nationen messen. In 20 Sportarten werden 472 Entscheidungen (Athen: 520) an 19 Wettkampfstätten ausgetragen.
Während 2000 in Sydney 350 Deutsche um die Medaillen kämpften, waren es in Athen vor vier Jahren nur noch 213 Aktive. Nun schrumpfte das deutsche Team, zu dem 110 Betreuer gehören, noch einmal. «Dabei wurden wieder viele junge Athleten nominiert, die eine Perspektive für die Paralympics 2012 in London und es jetzt schon verdient haben, in Peking an den Start zu gehen», sagte Quade.
Medial ist in Peking ein neues Zeitalter angebrochen: In Athen gab es rund zwölf Stunden Übertragungszeit, aus China senden ARD/ZDF rund 100 Stunden. Erstmals gibt es neben Eröffnungsfeier und Abschluss-Zeremonie Livebilder von 13 Sportarten nach internationalem Standard.«Ich freue mich sehr über diese Entwicklung, die zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sich unser Einsatz lohnt», sagte DBS-Präsident Karl Hermann Haack. Nur vom Rudern - erstmals im paralympischen Programm -, Reiten und Segeln fehlen Live-Berichte.
Die Umbauarbeiten an den olympischen Sportstätten laufen in China ebenso auf Hochtouren wie der Kartenvorverkauf: Dreiviertel aller Tickets sind bereits vergriffen. 350 000 Cheerleader sollen an den Sportstätten für Stimmung sorgen. Wie bei den Olympischen Spielen wird es auch einen zentralen Treffpunkt der deutschen Mannschaft geben - den «German Paralympics Club».
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