
(dpa/bsk-pr) Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat den geplanten Einsatz von Langzeitarbeitslosen als Pflege-Helfer verteidigt. Wegen der zusätzlichen Helfer werde es keine Veränderung der Personal-Schlüssel für die Heime geben und werde niemand entlassen, sagte sie der «Westfalenpost» (Montag) aus Hagen. Die Betreuer sollten die Altenpfleger entlasten, damit diese wieder das tun könnten, wofür sie eigentlich da und ausgebildet seien. Sie wies darauf hin, dass auch Zivildienstleistende und Ehrenamtler in der Pflege tätig seien - und zwar ohne die für die Betreuungsassistenten geplanten 160 Stunden Weiterbildung. Das Ministerium hält es für möglich, dass die ersten Arbeitslosen ihre Ausbildung noch im September beginnen oder sogar schon eingesetzt werden können.
Nach guten Erfahrungen mit ersten Modellprogrammen will die Regierung 2009 zudem den Einsatz von freiwilligen Helfern in der Jugend-, Senioren- und Behindertenarbeit generell stark ausbauen. Wie Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) in einer der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegenden Antwort auf eine große Anfrage der FDP-Fraktion angekündigt hatte, soll dabei ausdrücklich auch die Pflege alter Menschen einbezogen werden. «Dem wachsenden Pflegebedarf muss mit einer attraktiven Pflegeausbildung sowie einer Verbindung von beruflichem und ehrenamtlichem Engagement in der Pflege begegnet werden.»
© BSK e.V. 2007-2012 | W3C XHTML 1.0 | W3C CSS 2.0 | W3C WAI-AAA |