(dpa-mv/bsk-pr) Im vergangenen Jahr sind beim Landesamt für Soziales und Gesundheit (LAGuS) knapp 35 000 Anträge auf Feststellung einer Behinderung eingegangen. Wie das Amt in Rostock auf dpa-Anfrage mitteilte, wurden knapp 30 000 dieser Anträge positiv beschieden. Die Antragszahl von 2007 habe knapp unter denen der Vorjahre gelegen. In Mecklenburg-Vorpommern lebten Ende 2007 mehr als 233 000 Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung, dabei hatten 149 000 einen Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent. Mit einem Schwerbehinderten-Anteil von 8,8 Prozent an der Bevölkerung habe der Nordosten im vergangenen Jahr im Bundesdurchschnitt gelegen.
Wie das Amt weiter berichtete, war fast die Hälfte der Schwerbehinderten 65 Jahre und älter. Der Anteil der Jugendlichen unter 18 Jahren lag bei 2,3 Prozent. Fast 90 Prozent der Behinderungen seien auf Krankheiten zurückzuführen, die im Laufe des Lebens auftraten. 7,5 Prozent der schweren Behinderungen waren angeboren, aus Unfällen resultierten 3,2 Prozent.
Etwa jeder vierte Schwerbehinderte leidet laut Landessozialamt an Erkrankungen von Organen beziehungsweise Organsystemen wie Herz- Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Weitere zahlenmäßig große Gruppen seien die mit Verlusten oder Funktionseinschränkung von Armen oder Beinen sowie Menschen mit Querschnittslähmungen. Sechs Prozent der Betroffenen seien blind oder sehbehindert. Taubheit und Schwerhörigkeit gab es bei knapp 5 Prozent der schwerbehinderten Menschen.
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