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Blinde und Sehschwache demonstrieren für Erhalt des Blindengelds

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(dpa-mv/bsk-pr) Blinde und Sehschwache wollen am Dienstag vor der Staatskanzlei in Schwerin mit einer Mahnwache gegen die geplanten Kürzungen beim Landesblindengeld demonstrieren. Die Kürzungspläne des Finanzministeriums würden blinde Menschen in die Armut treiben, teilte der Blinden- und Sehbehinderten-Verein Mecklenburg-Vorpommern mit. Der Landesvorsitzenden Gudrun Buse zufolge sollen die Betroffenen ihr Erspartes aufbrauchen, "bis sie die Anforderungen für Sozialhilfe erfüllen und damit Anspruch auf die sogenannte Blindenhilfe haben".

Dem Verein zufolge soll der monatliche Zuschuss von bislang 546,10 Euro auf 333 Euro gesenkt werden. Das sogenannte kleine Blindengeld für hochgradig Sehbehinderte von derzeit 136,53 Euro soll um die Hälfte reduziert werden. Von den Kürzungen erhoffe sich die Landesregierung Einsparungen in Höhe von 8,7 Millionen Euro im Jahr 2009 und jeweils 8,2 Millionen Euro in den Folgejahren.

Blinde und Sehbehinderte hätten durch ihre Behinderung viele zusätzliche Kosten, argumentierte Buse. So benötigten blinde Menschen häufig ein Taxi und sie bräuchten Unterstützung im Haushalt, etwa beim beim Einkaufen, Wäsche sortieren und Prüfen von Haltbarkeitsdaten. Auch brauchten sie Hilfsmittel wie eine Blindenuhr zum Abtasten und Unterstützung, beispielsweise um sich die Post vorlesen zu lassen. Das Blindengeld diene dazu, diesen Mehraufwand zu finanzieren.