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Jeder zwölfte Deutsche schwerbehindert

(dpa-sat/bsk-pr) ) Die Alterung der Bevölkerung lässt die Zahl der behinderten Menschen in Deutschland steigen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, gab es Ende 2007 bundesweit 6,9 Millionen Schwerbehinderte. Das waren 2,3 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Als Hauptgrund für den Anstieg gaben die Wiesbadener Statistiker an, dass die Bevölkerung immer älter wird. Ein gutes Viertel der Schwerbehinderten ist demnach älter als 75 Jahre, knapp die Hälfte gehört der Altersgruppe zwischen 55 und 75 Jahren an.

Nur zwei Prozent der Schwerbehinderten sind jünger als 18 Jahre. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung ist in Deutschland jeder zwölfte Einwohner schwerbehindert. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 Prozent oder mehr zuerkannt wird. Jeder vierte Betroffene hat einen Behinderungsgrad von 100 Prozent.

Zu 82 Prozent wurde die Behinderung durch eine Krankheit verursacht. Nur vier Prozent der Behinderungen waren angeboren oder traten im ersten Lebensjahr auf, zwei Prozent gingen auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurück.

Meist leiden Schwerbehinderte unter körperlichen Behinderungen (64 Prozent). Geistige oder seelische Behinderungen machen zehn Prozent der Fälle aus, auf Hirnstörungen entfallen neun Prozent. Bei 17 Prozent ist die Art der Behinderung nicht ausgewiesen.