(lvr/bsk-pr) Sie sind die Interessenvertretung für die rund 140.000 schwerbehinder-ten Beschäftigten im Rheinland: die mehr als 2.300 SchwerbehindertenVertrauenspersonen in den 13.200 beschäftigungspflichtigen rheinischen Betrieben. Rund 200 von ihnen kamen auf Einladung des Integrationsamtes des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der betrieblichen Schwerbehindertenvertretungen (BbSD) in Köln zu einer Konferenz zusammen. Sie informierten sich über Unterstützungsmöglichkeiten der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort und berieten neue Formen der Kooperation untereinander.
"Oftmals sind es gerade die Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen, die in den Unternehmen Motoren und Initiatoren der Integration behinderter Menschen sind. Für das Integrationsamt sind sie wichtige Verbindungspersonen zu den Betrieben und Dienststellen. Wir freuen uns daher sehr, so viele von Ihnen heute hier begrüßen zu können", erklärte Dr. Helga Seel, Leiterin des LVR-Integrationsamtes. Zur Unterstützung der Vertrauenspersonen bietet das Integrationsamt vor allem Informationen, Know-how-Vermittlung und Beratung. So werden etwa speziell auf die Bedürfnisse neu gewählter Schwerbehinderten-Vertretung zugeschnittene kostenlose Grundkurse angeboten. Diese geben nicht nur einen Überblick über die gesetzlich festgelegten Aufgaben, Pflichten und Rechte, sondern dienen auch dem Austausch von erfolgreichen Praxisbeispielen und der Bildung regionaler, betriebsübergreifender Netzwerke.
Eine noch individuellere Form der Unterstützung bietet das neu gestartete Mentoring-Programm, das Initiator Hans Diedenhofen, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der betrieblichen Schwerbehindertenvertretungen vorstellte. Erfahrene Vertrauenspersonen, die sich zu Mentorinnen und Mentoren weitergebildet haben, bieten praxisnahe Beratung bei schwierigen Einzelfällen, aber auch bei grundsätzlichen Fragen wie der Eingliederung nach Krankheit, den Fördermöglichkeiten oder behinderungsgerechter Arbeitsgestaltung. Weil Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen meist auf sich selbst gestellt arbeiten und anders als Betriebs- oder Personalräte kein Kollegen-Gremium zur Beratung haben gibt es hier einen besonderen ,Coaching-Bedarf'", so Diedenhofen. Über 200 Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen kamen beim LVR in Köln zusammen.
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