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Nordrhein-Westfalen

Gemkow fordert: „Weg mit den Stolperfallen“

(lbnrw-ag/bsk-pr) „Sehbehinderte oder blinde Menschen werden tagtäglich mit zahlreichen Stolperfallen konfrontiert, die oft bereits mit einfachen Mitteln beseitigt werden können. Leitsysteme, Pflasterungen, gute Lichtverhältnisse, farbliche Markierungen von Stufen und Türrahmen oder verlängerte Handläufe an Treppen kosten nicht viel, erhöhen aber die Sicherheit für eine immer größer werdende Zahl von sehbehinderten Menschen.

Sie steigern außerdem für sehbehinderte Menschen die Chancen auf bessere Orientierung, Selbstständigkeit und Teilhabe. Vor diesem Hintergrund fordere ich alle Akteure in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Handwerk auf,  vor Ort tätig zu werden und ihren Beitrag zu einem Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren zu leisten. Das nötige Bewusstsein der Menschen ist der wichtigste Schritt zum Abbau von Stolperfallen in Wohnungen und im Wohnumfeld. Angesichts immer mehr älterer Menschen, die sehbehindert sind, besteht dringender Handlungsbedarf.“ Dies erklärt die Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow zum „Tag der Sehbehinderten“ am 6. Juni 2008.

Gemkow fordert: „Barrierefreiheit muss so selbstverständlich wie der Klimaschutz werden. Der Abbau von Barrieren muss beim Bauen, beim Wohnen, im öffentlichen Nahverkehr, bei der Beschäftigung, im Theater oder Kino von vornherein mitgedacht werden.

In Nordrhein-Westfalen leben 1,7 Millionen schwerbehinderte Menschen. Davon sind rund 69.000 Menschen blind oder haben eine erhebliche Sehbehinderung.