Projekt Breitenworbis

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Mit vereinten Kräften

Der Bau eines Aufzugs für die neunjährige schwerstmehrfachbehinderte Carolin war nur durch Stiftungsgelder und viel Eigenleistung möglich

Gruppenfoto

(bsk-pr) „Das ist für die ganze Familie eine große Erleichterung. Ohne die Unterstützung der Elsa-Krauschitz-Stiftung des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter und weiterer Stiftungen hätten wir den Bau dieses Aufzuges nicht geschafft“, bedankt sich Barbara Hensel aus Breitenworbis bei Dr. Jochen Krohn, Kuratoriumsmitglied der Stiftung, und Gerwin Matysiak, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und im geschäftsführenden Vorstand des BSK.

Die neunjährige Carolin, Tochter von Barbara und Wolfgang Hensel, ist von Geburt an schwerstmehrfachbehindert und dadurch auf den Rollstuhl angewiesen. Sie wird von der Familie rund um die Uhr betreut. 

Um in ihre Wohnung im oberen Stockwerk zu kommen, musste Carolin täglich mehrmals von Opa, Mama oder Papa Wolfgang über eine schmale Treppe getragen werden.  „Sie ist gewachsen und wurde für uns einfach zu schwer“, stellt die Mutter fest.

Unzählige Stunden Arbeit hat Opa Hubert Helbing bereits in die barrierefreien Umgestaltung des einhundertjährigen Hauses gesteckt. Eine Lösung des Treppenproblems in Eigenleistung war auch für den gelernten Tischler nicht möglich.

Deshalb wurden im Frühjahr 2007 Bauchfachleute und eine Architektin zu Rate gezogen. Schnell stand fest: an der alten Treppe kann kein Lift installiert werden. Dazu ist der Treppenaufgang zu schmal und zu steil.

Fahrstuhl

Als einzige Möglichkeit für Carolin, das obere Stockwerk im neuen Rollstuhl zu erreichen, erschien der Bau eines Personenaufzuges.  Die projektierten Baukosten lagen allerdings bei 45.000 Euro. Ein Betrag, der die Eltern und Großeltern nicht aufbringen konnten.

Über das Sozialpädiatrische Zentrum Reifenstein wurde Barbara Hensel auf Fördermöglichkeiten für Umbaumaßnahmen  aufmerksam.

Im Juli 2007 schrieb die Familie zahlreiche Förderanträge, unter anderem an die Elsa-Krauschitz-Stiftung.

„Hier ist eine Unterstützung dringend erforderlich“, stellte Dr. Jochen Krohn bei einem Vor-Ort-Termin mit dem BSK-Experten  für barrierefreies Bauen und Wohnen, Michael Wolter, fest. Bereits nach vier Wochen lag die Zusage für eine finanzielle Unterstützung im Briefkasten bei Familie Hensel. Die Freude über die bewilligten 7.600 Euro war groß.

Aber auch Eigenleistung war erforderlich: Für Opa Hubert (76) ist das selbstverständlich: „Ich tue für das Kind, was in meiner Kraft steht und so lange ich das kann“.

„Für die große Hilfe, die wir durch Geld, Beratung und tatkräftiger Mitarbeit beim Bau des Aufzuges für Carolin erhalten haben, bedanke ich mich von ganzem Herzen“,  freut sich Barbara Hensel.